Wie wird Kardenwurzeltinktur nach Zeckenbissen traditionell angewendet?

Nach meinem letzten Beitrag kam genau diese Frage häufiger:

„Wie wird Kardenwurzel eigentlich verwendet?“

Traditionell wird vor allem die Wurzel der Wilden Karde genutzt – meist als Tinktur.

In naturheilkundlichen Kreisen wird sie häufig:
🌿 früh nach einem Zeckenbiss
🌿 über einen gewissen Zeitraum
🌿 in kleinen Mengen tropfenweise

eingesetzt.

Dabei geht es weniger um ein klassisches „Bekämpfen“, sondern eher um die Idee, den Körper zu begleiten und zu unterstützen.


Kardenwurzel sammeln und als Tinktur ansetzen – worauf es ankommt:

Verwendet wird sie traditionell meist als Tinktur – also ein alkoholischer Auszug der frischen oder getrockneten Wurzel.

Die Wilde Karde ist eine zweijährige Pflanze.
Geerntet wird die Wurzel typischerweise:
🌿 im ersten Herbst
oder
🌿 im zeitigen Frühjahr des zweiten Jahres

also bevor die Pflanze ihre ganze Kraft in die große Blüte steckt.

Die Wurzel wird:

  • gründlich gereinigt
  • klein geschnitten
  • mit Alkohol angesetzt
  • anschließend mehrere Wochen dunkel gelagert

Viele nutzen dafür Doppelkorn oder hochprozentigen Alkohol.

Was ich dabei wichtig finde:
Nicht einfach blind irgendetwas übernehmen.

Sondern:
🌿 die Pflanze wirklich kennenlernen
🌿 verantwortungsvoll arbeiten
🌿 und Naturheilkunde weder glorifizieren noch belächeln

Denn genau zwischen diesen Extremen liegt oft das wertvolle Wissen.

Und vielleicht ist genau das das Spannende an der Karde:
Sie bringt uns wieder näher an die Frage,
wie wir Pflanzen eigentlich begegnen wollen.

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